{"id":124,"date":"2007-06-18T14:14:36","date_gmt":"2007-06-18T12:14:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ich-bin-gastfreund.de\/blog\/?p=124"},"modified":"2007-08-21T12:39:08","modified_gmt":"2007-08-21T10:39:08","slug":"der-endpunkt-von-samsara-ist-leiden-der-endpunkt-des-dharma-ist-gluck","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.ich-bin-gastfreund.de\/blog\/?p=124","title":{"rendered":"Der Endpunkt von Samsara ist Leiden, der Endpunkt des Dharma ist Gl\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"image148\" style=\"width: 153px; height: 132px\" height=\"132\" alt=\"dscn0805.JPG\" src=\"http:\/\/www.ich-bin-gastfreund.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2007\/08\/dscn0805.JPG\" width=\"153\" \/>\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 Alle Wesen wollen gl\u00fccklich sein, keines will ungl\u00fccklich sein. Der Dharma lehrt die Methoden, um sich vom Leiden zu befreien und gl\u00fccklich zu werden. Der Dharma, ist im wahrsten Sinne des Wortes etwas, was uns &#8222;h\u00e4lt&#8220;. Dies kann auf vielerlei Weise erkl\u00e4rt werden. Er h\u00e4lt uns von Leiden zur\u00fcck und er enth\u00e4lt alle <strong>echten Quellen des Gl\u00fccks<\/strong>.<\/p>\n<p>Gl\u00fcck kann entweder k\u00f6rperlicher oder geistiger Art sein. Ebenso gibt es zwei Arten von Leiden: k\u00f6rperliches und geistiges. Viele von uns, obwohl wir es uns w\u00fcnschen, gl\u00fccklich zu sein, wissen jedoch nichts von den Methoden, dies zu erreichen. Die Methoden, die wir anwenden, f\u00fchren zu Leiden.<\/p>\n<p><!--more-->Manche Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt auf unredliche Weise. Sie denken, dass dies ihnen Gl\u00fcck bringen wird. Dem ist nicht so. Viele Menschen werden sehr reich und ber\u00fchmt durch solche Methoden. Diese Art des Gl\u00fccks ist nicht etwas, was f\u00fcr immer andauern kann; es ist nicht das endg\u00fcltige Gl\u00fcck. Egal, wie viel Gl\u00fcck oder materielle G\u00fcter wir haben, sind wir niemals damit zufrieden, dass wir genug haben. Selbst wenn wir ein ganzes Land bes\u00e4\u00dfen, w\u00fcrden wir mehr haben wollen. Die Arbeit, die wir tun, um gl\u00fccklich zu werden, h\u00f6rt nie auf. Wir versuchen, uns auf schnellstem Wege fortzubewegen, Autos usw. \u00e2\u20ac\u201c diese Art des Strebens h\u00f6rt nie auf. Deshalb wird gesagt, dass die samsarische Existenz kein Ende kennt, es geht einfach immer weiter und weiter im Kreis herum. <u>Wir alle k\u00f6nnen das verstehen: weltliches Streben h\u00f6rt nie auf. <\/u>Eine Blume ist frisch, wenn sie jung ist, sie verbl\u00fcht, wenn sie alt ist. Egal, was du in deinem Leben auch erreichst, es wird zu Ende gehen. Es wird zu Ende gehen, w\u00e4hrend die Zeit immer mehr vergeht, bis zum Ende unseres Lebens, an dem wir am meisten Leiden haben werden. Nimm zum Beispiel das Automobil. Du f\u00e4hrst an Schuttabladepl\u00e4tzen vorbei, auf denen alte Autos weggeworfen wurden. Dies ist das endg\u00fcltige Ende, ein Zustand, in dem alles zu Schrott geworden ist. Selbst wenn das Auto in einem guten Zustand ist, machen wir uns darum Sorgen. Wir bef\u00fcrchten, dass Bauteile kaputt gehen k\u00f6nnten, Steuern und Versicherungszahlungen, usw. usf. Wir k\u00f6nnen diese Beispiele auf all unsere materiellen Besitzt\u00fcmer ausweiten. Je mehr wir von ihnen haben, umso mehr Sorgen machen wir uns um sie. Der Dharma ist das, was die Methode lehrt, um geistiges Gl\u00fcck zu bewirken. Um irgendeine Art von geistigem Gl\u00fcck zu erlangen, m\u00fcssen wir keine k\u00f6rperliche Arbeit ausf\u00fchren, sondern wir m\u00fcssen <strong>mit unserem Geist arbeiten<\/strong>. Der Geist besitzt jedoch einen langen Strom von Kontinuit\u00e4t, sogar in zuk\u00fcnftige Leben hinein, und aus vergangenen Leben. In jedem Leben haben wir einen K\u00f6rper und wir versuchen, f\u00fcr diesen K\u00f6rper Gl\u00fcck zu bekommen, doch nach dem Tod besteht der Geist weiter. Also ist das Gl\u00fcck, das wir uns w\u00fcnschen m\u00fcssen, nicht nur ein Gl\u00fcck, welches gro\u00df und best\u00e4ndig ist, sondern eines, welches f\u00fcr all unsere zuk\u00fcnftigen Leben fortdauert und welches keinen Bruch in seiner Kontinuit\u00e4t hat.<\/p>\n<p>Dharma besteht nicht darin, welcher Art von Handlung wir ausf\u00fchren, sei sie nun konstruktiv oder nicht,; sondern <strong>Dharma ist Folgendes<\/strong>: <strong>positive Handlungen, die um zuk\u00fcnftiger Leben willen getan werden. <\/strong><strong>Gl\u00fcck oder Ungl\u00fcck kommt von unseren Handlungen. Was diese karmischen Handlungen betrifft, so bringen negative Handlungen negative Ergebnisse und positive Handlungen f\u00fchren zu positiven Ergebnissen. Alles, was wir in diesem Leben gut tun k\u00f6nnen, ist das Resultat von positiven Handlungen unserer vergangenen Leben. Wenn wir sehr krank sind, oder wenn wir ungl\u00fccklich sind oder ein kurzes Leben haben, so ist dies das Resultat von negativen Handlungen, die wir in der Vergangenheit taten. <\/strong><strong>Nehmen wir zum Beispiel zwei H\u00e4ndler, der eine ist erfolgreich, der andere nicht. Dies ist auf fr\u00fcheres Karma zur\u00fcckzuf\u00fchren. Sie k\u00f6nnen zwei Gesch\u00e4ftsleute sehen, der eine hart arbeitend und erfolglos, w\u00e4hrend der andere nicht hart arbeiten muss, aber erfolgreich ist. Ein weiteres Beispiel: wenn Sie Lebewesen t\u00f6ten, so werden Sie ein kurzes Leben und Krankheit haben. Samsara (unkontrollierbare wiederkehrende Existenz) besteht aus diesen Arten von Leiden. Es ist das Ergebnis von Karma und verschiedenen st\u00f6rende Emotionen und Einstellungen. Wir m\u00fcssen die Weisheit (unterscheidendes Gewahrsein) der Leerheit oder der Identit\u00e4tslosigkeit entwickeln. <\/strong><\/p>\n<p>Als Beispiele f\u00fcr diejenigen, die ein Ende ihres Samsara erreicht haben, k\u00f6nnen wir uns die sechzehn Arhats und verschiedene andere Aryas, die diesen Zustand erreicht haben, vor Augen f\u00fchren. Obgleich wir ein Ende unserer eigenen samsarischen Existenz erreichen k\u00f6nnen, so reicht das allein nicht aus, da niemand g\u00fctiger zu uns war als alle begrenzten Wesen (f\u00fchlenden Wesen): Milchprodukte kommen von der G\u00fcte der Tiere. Wenn wir Fleisch genie\u00dfen, so kommt dies von Tieren, die geschlachtet wurden, als sie noch gesund waren. Wir m\u00fcssen diese G\u00fcte aller lebenden Wesen erwidern, indem wir selbst den Zustand der Buddhaschaft erreichen \u00e2\u20ac\u201c dann k\u00f6nnen wir die Ziele aller begrenzten Wesen verwirklichen. Wir m\u00fcssen selbst zu Buddhas werden. Wie tun wir das? Indem wir dem Dharma folgen. Wenn wir einmal den Status eines Buddha erreichen, gehen unsere Dharma-Bem\u00fchungen zu Ende. Die Arbeit, die wir im Dharma tun, ist am Anfang sehr schwierig, aber sie wird immer leichter, und wir werden immer gl\u00fccklicher, je weiter wir fortfahren. Wir vollenden unsere Dharma-Arbeit in einem Zustand vollkommenen Gl\u00fccks. Weltliche Arbeit beschert uns nur mehr Leiden. Ein Beispiel: Wenn Menschen sterben, wenn ihr Leben ihren H\u00f6hepunkt oder ihren Endpunkt im Tod erreicht, das bringt nur Qualen und Leiden mit sich, nicht nur f\u00fcr sie selber, sondern auch f\u00fcr diejenigen, die zur\u00fcckgelassen werden, zum Beispiel bei ihrer Beerdigung. Dar\u00fcber m\u00fcssen wir nachdenken und eine gewisse Art von Dharma-Arbeit tun.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen es unterlassen, die zehn negativen Handlungen immer wieder zu begehen. Wenn wir positive Handlungen ausf\u00fchren, erfahren wir Gl\u00fcck, und wenn wir negative Handlungen begehen, erfahren wir Ungl\u00fcck. Wir m\u00fcssen die Resultate unsere Handlungen untersuchen, und wir m\u00fcssen unseren eigenen Geist als die Ursache unserer Handlungen untersuchen. Wenn wir dies tun, sehen wir, dass wir die drei giftigen Emotionen und Geisteshaltungen haben: Verlangen, Feindseligkeit, und engstirniges Unwissen (Naivit\u00e4t). Aus diesen entstehen die 84.000 verschiedenen Arten von st\u00f6renden Emotionen und Geisteshaltungen. Diese 84.000 T\u00e4uschungen sind unsere Hauptfeinde, also suchen wir in uns, und nicht um uns herum, nach unseren Feinden. Von diesen 84.000 sind die Hauptfeinde diese <strong>drei Gifte<\/strong>, und der schlimmste ist die <strong>engstirnige Unwissenheit <\/strong>oder die <strong>Naivit\u00e4t<\/strong>, genau in unserem Geistesstrom. Kurz gesagt m\u00fcssen wir in uns schauen und versuchen, diesen inneren Feinden ein Ende zu bereiten. Deshalb werden Anh\u00e4nger des Buddha-Dharma &#8222;Insider&#8220; (tib. <em>nang-pa<\/em>) genannt, weil sie immer in sich schauen. Wenn wir diesen st\u00f6renden Emotionen und Geisteshaltungen in unseren mentalen Kontinua ein Ende bereiten, bereiten wir all unserem Leiden ein Ende. Eine Person, die so an sich arbeitet, wird eine Person genannt, die dem Dharma folgt. Die Dharma-Aktivit\u00e4t des- oder derjenigen, der oder die darauf hinarbeitet, die st\u00f6renden Emotionen und Geisteshaltungen nur in sich selbst auszul\u00f6schen, ist die Dharma-Aktivit\u00e4t des <strong>Hinayana<\/strong>-Fahrzeugs. Wenn wir darauf hinarbeiten, unsere Verblendungen zu beseitigen, um nicht nur uns von unserem eigenen Leid zu befreien, sondern andere Menschen als wichtiger ansehen, und versuchen, unsere Verblendungen zu \u00fcberwinden, damit wir auch ihnen helfen k\u00f6nnen, ihre st\u00f6renden Emotionen und Geisteshaltungen in ihrem Geist zu \u00fcberwinden, dann sind wir Praktizierende des <strong>Mahayana<\/strong>. Auf der Arbeitsgrundlage dieses K\u00f6rpers m\u00fcssen wir versuchen, Mahayanisten zu werden; uns das Ergebnis wird dann sein, dass wir den erleuchteten Status eines Buddha erreichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Hauptsache ist, immer wieder zu versuchen, <strong>jedem n\u00fctzlich zu sein, und nie anderen zu schaden<\/strong>. Wenn wir &#8222;Om Mani Padme Hum&#8220; rezitieren, ist es wichtig, dass Sie denken: &#8222;M\u00f6ge die positive Kraft dieser Tat allen begrenzten Wesen zugute kommen.&#8220; Diese K\u00f6rper, die wir als Arbeitsgrundlage haben, sind schwierig zu erlangen: als Mensch geboren zu werden, passiert nicht so leicht. Sehen Sie sich zum Beispiel die Erde an: Sie besteht zum gr\u00f6\u00dften Teil aus Meer, und denken Sie daran, wie viele Fische in all diesen Meeren schwimmen. Die h\u00e4ufigsten Lebensformen sind Tiere und Insekten. Wenn wir uns den gesamten Planeten vorstellen und die Zahl der Tiere und Insekten darauf, werden wir erkennen, wie selten es ist, als Menschen geboren zu sein. Im Dharma geschehen Verwirklichung und Erkenntnis nur <u>sehr langsam<\/u>. Nicht nur in ein paar Tagen, Wochen oder Monaten. Nur sehr wenige menschliche Wesen denken tats\u00e4chlich \u00fcber den Dharma nach, geschweige denn, dass sie ihn verwirklichen. Wir m\u00fcssen daran best\u00e4ndig \u00fcber einen langen Zeitraum arbeiten. Auf l\u00e4ngere Sicht wird der Buddha-Dharma weiter wachsen und sich ausbreiten. Er vermehrt sich immer noch und ist sehr lebendig. Als der Buddha das erste Mal unterrichtete, hatte er nur f\u00fcnf Anh\u00e4nger. Der Buddha-Dharma verbreitete sich von diesen F\u00fcnfen aus, und ist nun in diesem gro\u00dfen Ausma\u00df pr\u00e4sent.<\/p>\n<p>( zu diesem Text sehen Sie das <a href=\"http:\/\/www.berzinarchives.com\/web\/de\/index.html\" target=\"_blank\">Berzin Archiv<\/a> ein. Eine unsch\u00e4tzbare Quelle buddhistischer Inspiration und Weisheit. )<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 Alle Wesen wollen gl\u00fccklich sein, keines will ungl\u00fccklich sein. Der Dharma lehrt die Methoden, um sich vom Leiden zu befreien und gl\u00fccklich zu werden. Der Dharma, ist im wahrsten Sinne des Wortes etwas, was uns &#8222;h\u00e4lt&#8220;. Dies kann auf vielerlei Weise erkl\u00e4rt werden. 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