{"id":65,"date":"2007-01-03T15:03:36","date_gmt":"2007-01-03T13:03:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ich-bin-gastfreund.de\/blog\/?p=65"},"modified":"2007-01-04T11:49:26","modified_gmt":"2007-01-04T09:49:26","slug":"unter-den-augen-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.ich-bin-gastfreund.de\/blog\/?p=65","title":{"rendered":"Unter den Augen der Welt"},"content":{"rendered":"<p>Vor einiger Zeit haben wir einen Beitrag zum Thema &#8222;Nation Branding&#8220; geschrieben. <a href=\"http:\/\/www.beyond-branding.com\/authors\/anholt.htm\">Simon Anholt<\/a> ist der Initiator des &#8222;Anholt Nation Brands Index&#8220; der deutlich macht, wie stark das Interesse an Markentheorie bei den Regierungen der Welt ist. Es geht also darum, auf effektive Weise die Reputation eines Staates zu verstehen, zu erkl\u00e4ren, darzustellen &#8211; wenn Sie so wollen: welche Note schreiben wir auf das Karteik\u00e4rtchen.<\/p>\n<p>Auf den ersten Blick kann es f\u00fcr Nichteingeweihte verwirrend sein, einen Staat wie ein Produkt im Supermarkt zu betrachten. Aber man hat herausgefunden, dass die \u00c3\u2013ffentlichkeit bei dem Versuch, sich in einer immer komplexer werdenden Welt zu orientieren, zur Simplifizierung neigt. Und das wird &#8211; aus der Sicht und den Interessen der jeweiligen Regierungen &#8211; den Staaten und den vielf\u00e4ltigen Aufgaben\u00c2\u00a0nicht gerecht.<\/p>\n<p>Deshalb ist der internationale Branding-Boom und die Idee eines &#8222;Brand-Managements&#8220; so popul\u00e4r. Und au\u00dferdem: wenn es zur Excellenz der Haltungen und der jeweiligen Steuerungsmodule beit\u00e4gt &#8211; bitte. Wir alle &#8211; das Volk &#8211; werden dann davon profitieren.<\/p>\n<p>Wie sieht es denn nach dem &#8222;<a href=\"http:\/\/www.nationbrandindex.com\/\">Anholt Nation Brands Index<\/a>&#8220; in Deutschland aus?&#8230;Nun, wir haben die siebtst\u00e4rkste Marke von 25 ( Australien 1ter &#8211; T\u00fcrkei letzter! ), wir sind mehr daran interessiert, unser Image zu pflegen, als es zu ver\u00e4ndern oder zu entwerfen, unsere Regierungsform wird gesch\u00e4tzt, man erkennt unser Investitionpotential an, die Deutschen sch\u00e4tzt man als Angestellte oder Manager, weniger als Freunde oder Gastgeber!!!, dh Platz 4 bei &#8222;hireabillity&#8220; ( w\u00fcrde ich einstellen ) und Platz 15 bei &#8222;Gastfreundschaft&#8220;, wir sind effektiv und verl\u00e4sslich, weniger lustig und sympathisch. Wir schneiden als sicheres touristisches Reiseziel sehr schlecht ab, Platz 15, und werden als &#8222;voraussagbar&#8220; kategorisiert.<\/p>\n<p>Wir gelten als schlechte Repr\u00e4sentanten unseres kulturellen Erbes, liegen weit hinter England, Frankreich, Italien oder Spanien. Unser Markenimage macht einen gesunden, aber harten und kalten Eindruck. Wir werden als Volk nicht mit Begriffen wie Gastfreundschaft, W\u00e4rme, Sch\u00f6nheit, Kultur oder Freude belegt.<\/p>\n<p>Frage: Wie kommen solche Vorurteile international zustande? Jeder, der mit Vorurteilen arbeitet wei\u00df, dass nur die Behauptung des Gegenteils nichts bewirkt. Was z\u00e4hlt sind Beweise und Erfahrungen. Und: das man die Deutschen im Business f\u00fcr vertrauensw\u00fcrdige\u00c2\u00a0Partner h\u00e4lt, ist ja schon mal was. Umgekehrt w\u00e4re es bestimmt schwieriger.<\/p>\n<p>Was aber auch noch in der Analyse steht: wie jede gro\u00dfe soziale Unternehmung h\u00e4ngt auch &#8222;Nation Branding&#8220; von der Kraft vision\u00e4rer F\u00fchrung ab. Damit haben wir nat\u00fcrlich aufgrund j\u00fcngster Geschichte ein Problem.<\/p>\n<p>Trotzdem, den Schlusssatz m\u00f6chte ich gerne zitieren:&#8220;Wie die meisten anderen L\u00e4nder muss Deutschland lernen, wie man an sich selbst glaubt, bevor es andere glauben machen kann.&#8220;<\/p>\n<p>Wie sehen Sie das?<\/p>\n<p>\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einiger Zeit haben wir einen Beitrag zum Thema &#8222;Nation Branding&#8220; geschrieben. Simon Anholt ist der Initiator des &#8222;Anholt Nation Brands Index&#8220; der deutlich macht, wie stark das Interesse an Markentheorie bei den Regierungen der Welt ist. 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